Privates Training

Trainieren im Eigenheim Studio

Es gibt viele Gründe sein Training in die eigenen 4 Wände zu verlegen. Jedoch wird für viele dieser Wunsch unerfüllt bleiben, wenn die nötigen Voraussetzungen nicht gegeben sind. Falls das Vorhaben nicht schon am Platzmangel scheitert könnte dir dein lärmempfindlicher Nachbar einen Strich durch die Rechnung machen.


Gehen wir diesmal davon aus, dass du die nötigen ungenutzten Quadratmeter besitzen, dein Vermieter mitspielt und deine Nachbarn dir wohlgesonnen sind. Vielleicht besitzt du auch einen Geräteschuppen oder eine freistehende Garage und kein Auto.

 

Im Folgenden möchte ich dir einige Vorschläge machen welche Trainingsgeräte du für ein umfassendes Boxtraining im Eigenheim benötigst und welche Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen.

 

Die Grundvoraussetzung für ein kampfsportbezogenes Training ist Platz und die Möglichkeit sicher fallen zu können. Dazu benötigst du einen Mattenboden. Hierzu gibt es spezielle Kampfsportmatten und auch Onlineanbieter, die sich auf Kampfsportartikel spezialisiert haben. Selbstverständlich gibt es auch hier Qualitätsunterschiede und funktionelle Unterschiede.

Nach meiner Erfahrung besitzen die Tatami Judomatten die höchste Qualität und Langlebigkeit. Da diese Matte kein Stecksystem besitzt und nur schwer zugeschnitten werden kann, muss die Trainingsfläche genau geplant und evtl. durch Leisten abgeschlossen werden um ein Auseinandergleiten der Matten zu verhindern. Tatami Judomatten findet man unter anderem bei Anbietern wie KWON, BUDOTEN, IPPON.

Günstiger und praktischer sind die herkömmlichen Kampfsportmatten. Sie sind einfach hergestellt und besitzen ein Stecksystem, welches ein Auseinander-gleiten verhindern soll. Zudem sind diese Matten leicht zuzuschneiden. Dazu benötigt man ein Teppichmesser und ein wenig handwerkliches Geschick. Diese Matten sind die ideale Wahl für den Heimgebrauch. Unschlagbare Preisangebote findet man im Shop4Fighter.

 

Der Sandsack ist aus einem klassischen Boxtraining kaum wegzudenken. Falls du keinen Partner zum Trainieren hast der dir die Schlagpolster entgegen hält  benötigst du etwas auf das du einschlagen und eintreten kannst. Schau  ob in deinem Trainingsraum ein stabiler Träger vorhanden ist. Es könnte ein Beton- oder Holzträger unter dem Putz verlaufen. Bedenke, dass du spezielle Schrauben und Dübel für Beton benötigst. Platziere  den Sandsack möglichst zentral, damit du dich frei um den Sandsack herum bewegen kannst. Beachte zudem die Länge des Sandsacks + der Kettenlänge + der Länge von Aufhängung und Haken. Der Sandsack sollte nicht am Boden aufliegen und frei schwingen können. Für das Kickboxen benötigst du für die tiefen Tritte einen längeren Sandsack. Bei normaler Raumhöhe empfiehlt sich ein 180 cm langer Sandsack. Spare nicht an den Kosten der Kette, Aufhängung oder Haken. Diese müssen enorme Kräfte aushalten und über Jahre dienlich sein.

Alternativ zum Sandsack könntest du auch Wandschlagpolster installieren. Bedenke, dass deine Wand stabil sein muss und hinter dem Gemäuer am besten kein Nachbar sein Schlafzimmer besitzt. Als weniger tauglich halte ich Dummys und Standboxgeräte deren Standfuß mit Sand oder Wasser befüllt werden muss.  Eine Boxbirne ist ein Trainingsgerät für Fortgeschrittene und gehört nicht zwingend in das eigene Studio.  

Für das Boxtraining kaufe am Besten 12 Unzen oder schwerere Boxhandschuhe. 10 Unzen werden in der Regel nur für Wettkämpfe verwendet, da die Polsterung auf ein Minimum reduziert ist. Für das Boxen empfehle ich Green Hill Boxhandschuhe. Für das Thaiboxen empfehle ich King Boxhandschuhe. Letztere sind am Unterarm gegen Kicks härter gepolstert dadurch auch unflexibler.

 

Die klassische Sparringsausrüstung besteht aus einem Zahnschutz, einem Kopfschutz, Schienbeinschützer und einem Tiefschutz. Im Shop4Fighter findest du Zahnschützer in unterschiedlichen Härtestufen. Der Kopfschutz sollte aus Echtleder bestehen. Somit verhinderst du ein verrutschen des Kopfschutzes. Ich empfehle Schienbeinschützer von Twins. Gute Qualität und bequem. Kaufe dir einen Schalentiefschutz aus Aluminium.

 

Wenn du vorhast in absehbarer Zeit den Schritt in den Ring zu wagen wirst du an Box- bzw. Ringerschuhen nicht vorbeikommen. Hier entscheidet letztendlich der Geschmack. Ein Boxschuh ist etwas höher als ein Ringerschuh und benötigt beim anziehen länger Zeit. Falls du dich für das Thaiboxen entschieden hast, entfällt die Wahl, denn du trainierst Barfuß.

 

Das Schlagpolster bzw. die Boxpratze ist ein Trainingsgerät für die Partnerarbeit. Diese gibt es als Handpratze zum Boxen oder Kickpratze wie der Name es verrät für die Tritte. Hier empfehle ich die Pratzen vom Shop4Fighter. Sehr gutes Preisleistungsverhältnis.

 

Ein Medizinball ist das ideale Trainingsgerät für das Intervall und Schnelligkeitstraining im Boxen. Schmettere den Medizinball maximal schnell und hart gegen die Wand um deine Schnellkraft und Explosivität zu steigern.

 

Der Tennisball ist ein gutes Tool um Schrittarbeit und Rhythmusgefühl zu trainieren. Bewege dich locker federnd durch den Raum und prellen den Tennisball synchron auf den Boden. (Tennisballprellen)

 

Die Koordinationsleiter ist schnell ausgelegt und trainiert dein Koordinationsvermögen. Auf Youtube findest du die nötige Inspiration.

 

Ein Rundentimer ist ein auf Dauer unverzichtbares Trainingsgerät. Du wirst die meisten der Übungen auf Zeit trainieren. Falls dir die Investition zu teuer ist, kannst du auch eine Rundentimer App auf dein Handy laden.

Ich empfehle den Rundentimer von Lonsdale.

 

Mit dieser Ausrüstung bist du bereit ein umfangreiches und abwechslungsreiches Boxtraining zu starten. Vergessen nicht, deinen Nachbar zum Training einzuladen. Viel Spaß und Erfolg.

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